Ein Kind zu bekommen und trotzdem Karriere zu machen, das ist nach wie vor ein ehrgeiziges Ziel. Ich wollte immer beides und scheitere regelmäßig daran, meinen Berufsweg als Sozialwissenschaftlerin mit meiner Performance als Mutter von zwei Kindern zu vereinbaren. Dabei lasse ich andere gerne daran teilhaben!
Ich liebe das Schreiben, das kritische Denken und – natürlich – meine Kinder (ich habe gehört, das muss man immer betonen).
Von Kindesbeinen an war ich in phantastischen Welten Zuhause, habe damals schon am liebsten von der Brücke aus die Enterprise befehligt (und die Nachbarskinder rumkommandiert) und konnte fließend Klingonisch. Als ich älter wurde, entdeckte ich pen&paper Rollenspiele für mich und tobe mich dort seit über 15 Jahren in verschiedenen Genres aus. Zuhause fühle ich mich in Robert Jordans „Wheel of Time“-Welt, laufe durch die Schatten der 2080er und das cthuloide Chicago in den 1920er, aber auch Dungeons&Dragons in allen Editionen gehören bei uns zum täglichen Gesprächsstoff und werden mehr oder minder regelmäßig gespielt. Die engagiertesten Spieler:innen sind hier meine Söhne und Nichten in unseren My little pony- und So nicht, Schurke!-Runden.Ich – das ist übrigens eine Gewohnheitspessimistin Anfang (eher Mitte) 30, mit einem Magister in Soziologie, Allgemeiner und Vergleichender Sprachwissenschaft und Literatur- und Medienwissenschaften, die nach vielen gescheiteren Versuchen ihre Doktorarbeit in der Versorgungsforschung einreichen konnte und sich aktuell arbeitslose Dr. hum. biol. nennen darf. Wenigstens auf den Anschreiben vom Arbeitsamt klingt der Titel cool.
Im Blog gibt’s dann noch mehr darüber zu lesen, wie ich mich als berufstätige Zweifach-Mutter so schlage. Spoiler: nicht besonders gut. Aber dafür können wir jetzt, mit den älter gewordenen Kindern, unser Hobby wieder richtig aufleben und die Kinder dran teilhaben lassen. Und das ist ziemlich cool.